B 15neu durchgängig bis Rosenheim realisieren

Regionale IHK-Gremien starten Initiative – Unterstützung durch lokale Politiker

Straßen verbinden Menschen, Gemeinden und Unternehmen – so auch die B 15neu, die von Regensburg über Landshut bis nach Rosenheim führen soll. Um ein klares Signal für den Bau dieser Nord-Süd-Achse zu setzen und um Planung und Umsetzung voranzubringen, haben Unternehmerinnen und Unternehmer aus acht regionalen IHK-Gremien der Oberpfalz, Niederbayerns und Oberbayerns eine gemeinsame Resolution verabschiedet – und erhalten dafür viel Unterstützung aus der Lokalpolitik. „Seit Jahrzehnten kämpft die niederbayerische Wirtschaft für dieses Infrastrukturprojekt, von dem nicht nur unsere Region wesentlich profitieren würde. Die Resolution zeigt eindrucksvoll, wie die heimische Wirtschaft zusammensteht und sich gemeinsam für eine tragfähige Zukunft engagiert“, sagt Alexander Schreiner, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern.

 

Der Landshuter Unternehmer und IHK-Vizepräsident Hans Graf weiß um die Bedeutung der B 15neu für die eigene Region und darüber hinaus: „Unseren Wohlstand in Niederbayern verdanken wir auch wichtigen Infrastrukturprojekten wie beispielsweise der A 92. Deshalb ist es unbedingt notwendig, die B 15neu zeitnah und durchgängig zu planen und zu realisieren. Es geht nicht nur um Landshut, Regensburg und Rosenheim, sondern um den gesamten Wirtschaftsraum. Die B 15neu ist eine Magistrale von überregionaler und internationaler Bedeutung. Hier können wir uns ein Zögern oder gar einen Rückzug nicht leisten.“ Das bereits bestehende Planungsrecht müsse jetzt vollzogen werden. In der Resolution der IHK-Gremien Landshut, Dingolfing-Landau, Kelheim und Regensburg sowie der oberbayerischen Regionalausschüsse Mühldorf-Altötting, Erding-Freising, Ebersberg und Rosenheim wird deutlich: Eine leistungsfähige B15neu ist für die wirtschaftliche Entwicklung fundamental. Das sieht auch Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz so: „Der durchgängige Bau der B 15neu bis Rosenheim ist notwendig, nicht nur für die Menschen und die Kommunen vor Ort, sondern ebenso für die heimische Wirtschaft. Das macht die ausgewogene Resolution der regionalen IHK-Gremien, die ich inhaltlich voll unterstütze, sehr deutlich.“

 

Die Bestandsstrecke der B 15 ist regional ausgerichtet und führt durch viele Ortschaften. Dass für die rund 100 Kilometer lange Strecke zwischen Landshut und Rosenheim mit fast zwei Stunden Fahrzeit gerechnet werden muss, verdeutlicht den bestehenden Handlungsbedarf. Selbst der etwa 50 Kilometer längere Umweg über München ist derzeit schneller. Zudem werden der zunehmende Verkehr auf der B 15 und ihr kurvenreicher Verlauf zur Gefahr für die Verkehrsteilnehmer. Die schwierige Erreichbarkeit führt auf Seiten der Wirtschaft sowie bei Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern zu zusätzlichen Belastungen und Kosten. Auch deshalb sagt Landshuts Landrat Peter Dreier: „Wenn wir unseren Wohlstand am Standort sichern wollen, brauchen wir leistungsfähige Verkehrsachsen. Der Bau der B 15neu ist eine Notwendigkeit für die heimische Wirtschaft, wie die Resolution der IHK-Gremien von Regensburg bis Rosenheim zeigt. Dazu gehört die durchgängige Umsetzung, um Planungssicherheit für die Kommunen zu erreichen. Jetzt sollte die Frage im Vordergrund stehen, wie Gemeinden mit einem entsprechenden Anschluss am besten von der B 15neu profitieren können. Die Chancen dafür sind da.“ Dreier wirbt daher für eine konstruktive Mitarbeit an Planung und Umsetzung der B 15neu.

 

Zwar liegt der Landkreis Dingolfing-Landau nicht unmittelbar an der B 15, die Wirtschaft ist aber aufgrund der räumlichen Nähe ebenfalls von ihr abhängig. Deshalb erkennt man auch dort die Notwendigkeit des Ausbaus. „Wir wollen und sehen, dass Europa immer mehr zusammenwächst – und dafür braucht es die passende Infrastruktur. Eine verbesserte Anbindung an Österreich und weiter nach Italien bis hin zu den dortigen Mittelmeerhäfen erfordert eine leistungsfähige B 15neu. Insgesamt setzen wir auf ein Zusammenspiel aller Verkehrsträger. Der Brennerzulauf muss ebenso realisiert werden, wie der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Landshut und Plattling“, sagt IHK-Vizepräsident Claus Girnghuber. Werner Bumeder, Landrat in Dingolfing-Landau, unterstützt diesen Ansatz: „Wir brauchen leistungsfähige Verkehrsachsen wie die B 15neu als wichtige Nord-Süd-Verbindung neben der B 20. Natürlich weiß ich um die Herausforderungen eines weiteren Ausbaues, aber gerade deshalb stehe ich hinter den Forderungen der Wirtschaft. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes erhalten.“

 

Weitere Informationen
Resolution B 15neu

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