B 15 neu-Bau schneller vorantreiben

Landkreis/Landshut. Die langfristige Sicherung einer tragfähigen Verkehrsinfrastruktur stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier und des Landshuter Stadtrats Rudi Schnur mit Vertretern der Initiative Pro B15neu und dem Vizepräsidenten der IHK Niederbayern, Hans Graf, in der Tafernwirtschaft Hotel Schönbrunn. Dabei unterstrich die Bürger- und Wirtschaftsinitiative die Bedeutung einer B 15 neu von Regensburg bis Rosenheim.

Von entscheidender Bedeutung für die Anwohner sei der unmittelbare Weiterbau nach dem Anschluss an die LA 14. Im Stadtteil Auloh sei die Sorge groß, dass ein langer Stillstand nach dem Anschluss an die LA 14 Auloh und die Niedermayerstraße in ein jahrelanges Verkehrschaos stürzen würde. „Nach dem Anschluss an die LA 14 muss es sofort mit dem Bauabschnitt II weitergehen – auch vor dem Hintergrund, dass Landshut weiter wachsen wird“, so Rudi Schnur, der bekräftigte, dass ein sofortiger Weiterbau zwingend geboten sei.

 

Helmut Radlmeier betonte ebenso wie der Stadtrat, dass bei einem Weiterbau die Belastung für die Menschen vor Ort und die angesiedelten Unternehmen so gering wie möglich sein müsse. „Mit der B15neu müssen Bürger und Wirtschaft ent- und nicht belastet werden“, so Radlmeier. 5 000 Unternehmen entlang der Trasse. „Unsere Region darf nicht zurückbleiben“, betonte Tobias Nickel, Sprecher von Pro B15neu. „Die Nord-Süd-Achse muss schnellstmöglich mit einer durchgängig vierspurigen Trasse bis nach Rosenheim gestärkt werden.“ Wie Nickel erklärte, sind entlang der B 15 neu 5 000 Unternehmen angesiedelt – vom kleinen Handwerksbetrieb über den Mittelständler bis hin zum international vernetzten Konzern. „Sie alle benötigen leistungsstarke Verkehrswege.

 

Die Wirtschaft sehnt die B 15 neu dringend herbei“, so der Sprecher von Pro B15neu weiter.„Eine zukunftsfähige Infrastruktur ist einer der wichtigsten Standortfaktoren. Es muss unser Anspruch sein, der Wirtschaft die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten“, so Radlmeier. Auch Rudi Schnur betonte, dass eine starke Nord-Süd-Achse der gesamten Region und damit auch der Stadt Landshut zugutekommen würde. „Dabei ist aber ein zügiger Weiterbau südlich der A92 wichtig, damit die lokale Verkehrsbelastung nicht anwächst, sondern reduziert wird“, so der Stadtrat. Verkehrsbelastung steigt ohne B 15 neu deutlich.  Prognosen des Staatlichen Bauamts Landshut zufolge wird die Verkehrsbelastung auf den bestehenden Routen bis 2035 deutlich zunehmen, sollte die B15neu nicht bis zur LA 14 weitergebaut werden. Auf der Konrad-Adenauer-Straße wären täglich rund 4 300 Fahrzeuge mehr unterwegs als heute – auf dem Kasernenknoten sogar 4 800. Bei einem Weiterbau der B 15 bliebe die Belastung der Konrad-Adenauer-Straße hingegen gleich hoch, am Kasernenknoten würde sie sogar leicht um 300 Fahrzeuge sinken.

 

Auf der B 15 alt Höhe Ergolding würde der Verkehr bis 2035 so oder so zunehmen – bei einem Weiterbau der B 15 neu würde der Zuwachs aber um täglich 3 100 Fahrzeuge geringer ausfallen. Konkrete Planungen für nächste Bauabschnitte. Aktuell erfolge der Bau der B 15 neu bis zur A92 bei Essenbach. Die Fertigstellung sei noch in diesem Jahr geplant. Die Trasse mündet in den Bauabschnitt I der ebenfalls geplanten Umfahrung Landshut. Die nächsten Bauabschnitte zwischen der Umfahrung Landshut und Rosenheim sind im Bundesverkehrswegeplan mit Planungsrecht versehen. Hans Graf, Vizepräsident der IHK Niederbayern: „Das heißt, eine weitere Ausplanung der Streckenführung ist für eine schnelle Weiterführung der B 15 neu nicht nur notwendig, sondern auch vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht.“ (Landshuter Zeitung vom 2. März 2019, S. 17)

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